Posts mit dem Label lesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label lesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 10. November 2022

Rezension: Thilo Falk - Dark Clouds

Erschreckend realitätsnah

 Die Welt in naher Zukunft. Starkwetterereignisse treten überall in Deutschland überraschend auf und führen zu großen Schäden und Todesfällen. Mitten im Geschehen sind die Wolkenforscherin Fjella, der IT-Spezialist Arian und der Schadensgutachter Philipp, die versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Die Geschichte wird aus zahlreichen sehr unterschiedlichen Perspektiven erzählt und beleuchtet dabei die verschiedenen Aspekte der Katastrophe. Manche der Figuren wollen die Ursache der Starkwetterereignisse erforschen, während andere zu den Hilfskräften zählen und den Schaden zu beheben versuchen und wieder andere sind selbst von der Katastrophe betroffen und leiden unter den Auswirkungen. Dadurch entsteht ein sehr vielfältiges Bild der Ereignisse, in das man sich fast schon zu gut hineinversetzen kann. Denn eines ist klar, unrealistisch ist die Handlung nicht - der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen können auch wir bereits heute spüren.

Ein düsterer und wahrscheinlich nicht einmal unrealistischer Blick in eine nicht allzu ferne Zukunft.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Rezension: Martin Balluch - Im Untergrund

Ein Tierrechtsroman aus dem wahren Leben

Inhalt:
Der Roman beginnt im Jahr 1989. Paul zieht von Österreich nach England, um an der Universität Cambridge als Universitätsassistent zu arbeiten. Gleich nach seiner Ankunft in England beschließt er, sich eine Diskussion über Tierrechte anzuhören, um Kontakte zu knüpfen. Die ortsansässige Gruppe Animal Rights Cambridge (ARC) erweckt sein Interesse und er schließt sich ihnen bald an. Schon nach kurzer Zeit sieht er unfassbare Grausamkeiten gegen Tiere. Sein Aktivismus entwickelt sich immer weiter, bis er ein fixer Bestandteil von ARC ist. Im Laufe des Buches werden seine Handlungen radikaler, gleichzeitig versteht man als LeserIn allerdings diesen Wandel. Zahlreiche Gewalttaten gegen die AktivistInnen bleiben ungesühnt, die Polizei ist brutal, Anzeigen verlaufen ins Nichts. Gleichzeitig lernt man beim Lesen eine Menge über gängige Tierschutzthemen, wie etwa Pelzfarmen, Tierversuche, Tierfabriken und die Jagd sowie die Geschichte der Tierrechtsbewegung.

Sprache/Stil:
Das Buch zeichnet sich besonders durch seinen actiongeladenen Stil aus. Während die reguläre Handlung in der Mitvergangenheit erzählt wird, schwenkt der Autor bei actionreichen Passagen in die Gegenwart um. Dadurch wird man als LeserIn selbst in die Szene hinein versetzt und kann die Handlung richtig miterleben. Diese Teile sind zusätzlich durch kursive Schriftart verdeutlicht. Man sieht also schon im Voraus, wenn eine spannende Stelle bevorsteht. Sprachlich ist das Buch leicht verständlich geschrieben, ohne lange Sätze oder wissenschaftlichen Formulierungen, wie man sie aus Balluchs akademischen Büchern aus der Vergangenheit kennt.

Empfehlung:
Der Roman ist nicht nur für Menschen geeignet, die sich bereits in der Tierrechtsszene befinden. Paul kommt ohne Vorkenntnisse nach England und engagiert sich nach und nach immer mehr. Diese Entwicklung ist auf eine Weise erzählt, die man als LeserIn gut nachvollziehen kann. Gerade Personen, die in der Tierrechtsbewegung aktiv sind allerdings werden sich in vielen Geschichten wiederfinden. Alles in allem ein gelungenes Buch, voll Spannung und Action, interessanter Geschichten und wahrem Kern, das man kaum aus der Hand legen kann.

Freitag, 2. März 2018

Rezension: Martin Balluch - The Dog and his Philosopher

A must-read about animal ethics

Content:
A philosopher and a dog. As a philosopher the author eyes his best friend, dog Kuksi, closely. Through countless little episodes of their lives, Martin Balluch interprets the way non-human animal think. He finds prove for a consciousness in his friend and explains why it’s important to acknowledge the consciousness in non-human animals. For decades they have been slaughtered and tortured, because people thought they cannot consciously feel pain. 


It’s interesting to read how the two friends can communicate nonverbally with each other and really understand what the other one is saying. On long adventures in the wild they really have to rely on each other and their ability to give each other advices. Balluch describes a few really dangerous situations where they had to trust each other, their lives depending on it. Every person who grew up with a non-human friend in their lives will find themselves in this book. Do you remember how your cat-friend used to get you to make her food at 3 am? Can you recall your dog-friend looking guilty after he bit through your shoes? They know exactly what they are doing, of course they do. 



Recommendation:
This book is a must-read, not only for people who are into animal ethics and fight for animal rights. With the examples given, no one can argue that autonomy for non-human animals and animal rights are not overdue. Because of the many witty anecdotes it’s an easy and diverting read that will keep you entertained while you learn important arguments .

Sonntag, 7. Januar 2018

Rezension: Ruth Ware - Woman in Cabin 10

Was, wenn du einen Mord beobachtest und niemand dir glaubt?

Inhalt:
Lo wird als Journalistin auf die Jungfernfahrt der "Aurora Borealis" eingeladen, einem kleinen luxuriösen Kreuzfahrtschiff. Eine unglaubliche Chance zum Networken und für ihre Karriere. Doch gleich in der ersten Nacht hört sie ein merkwürdiges Platschen vom Balkon der Kabine 10. Ist sie gerade Zeugin eines Mordes geworden? Die Frau, die sie am Nachmittag in dieser Kabine gesehen hat, ist verschwunden. Dennoch will niemand Lo glauben, denn Kabine 10 war nicht vergeben und die Beschreibung der Frau passt auf niemanden auf dem Schiff. Was geht hier vor sich?


Sprache/Stil:
Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig, an vielen Stellen fällt es schwer, es überhaupt aus der Hand zu legen. Am Ende erwartet einen eine überraschende Wendung. Der Rätselspaß ist groß, da man bis zum Schluss kaum eine Möglichkeit hat, auf die Lösung zu kommen. Zwischendurch erhält man Hinweise darauf, was noch passieren wird, denn zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder E-Mails oder Foreneinträge aus der Zukunft. In der Geschichte treten viele verschiedene Charaktere auf, wobei allerdings viele davon keinen Tiefgang bekommen. Auch die Hauptprotagonistin Lo überzeugt anfangs nur wenig, vor allem scheint sie ihren Job nur wenig drauf zu haben. Später wandelt sich ihr Charakter allerdings ein wenig und sie kann mehr von sich überzeugen.

Empfehlung:
Das Buch ist für Fans von Krimis und Thrillern auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Die Geschichte ist eher gefinkelt und kaum blutig und überzeugt vor allem durch überraschende Wendungen

Montag, 18. Dezember 2017

Rezension: Melanie Kröpfl/nomnom vegan bakery - Vegan Christmas

Melanie Kröpfl von der nomnom vegan bakery hat ihr erstes E-Book herausgebracht. Es handelt sich um ein Rezeptebuch mit veganen Ideen für Weihnachten. Neben klassischen Weihnachtskeksen wie Vanillekipferl oder Zimtsterne findet man im Buch weihnachtliche Cupcakes und Torten sowie Rezepte für festliche Getränke, etwa Punsch oder Eggnogg. Am Anfang gibt es eine Erklärung der verschiedenen Zutaten, die für Menschen, die neu im veganen Backen sind, vielleicht etwas ungewöhnlich erscheinen. Für die meisten Rezepte benötigt man aber keinerlei spezielle Zutaten. Um euch einen Eindruck von den Rezepten zu geben, habe ich zwei davon ausprobiert.

Zimtsterne:
Für die Zimtsterne benötigt man keine ausgefallenen Zutaten. Mit Nüssen, Zucker, Zimt und Wasser ist man schon dabei. Das Rezept funktioniert einwandfrei und ist super einfach, die Kekse lassen sich super ausstechen und werden super lecker.

Eggnogg:
Ein Getränk, das nach Ei schmecken soll, vegan herzustellen ist natürlich eine Herausforderung. Das Rezept verlangt zuerst nach keinerlei ungewöhnlichen Zutaten, dann steht allerdings "für Mutige" kann noch Kala Namak, ein schwarzes Salz mit schwefeligem Geruch, hinzugefügt werden. Ohne dieses Salz, was für die meisten VeganerInnen allerdings sowieso zum normalen Kücheninventar zählt, hat man allerdings eher eine alkoholische Vanillesauce. Erst der schwefelige Zusatz gibt dem Getränk einen Hauch von Ei. Das Rezept könnte allgemein etwas mehr Rum vertragen, da laut Rezept sehr wenig darin ist, das Rumaroma allerdings wichtig für den authentischen Geschmack ist.

Alles in allem ist das Rezeptbuch sehr empfehlenswert, da man alle klassischen Weihnachtsrezepte darin findet sowie einige neue Anregungen, die das Fest zu einem einmaligen Erfolg machen. Man kann es gleich online unter https://nomnom-v.com/vegan-christmas/ kaufen, um 7,99 € ist es für das, was einem geboten wird, ein wahres Schnäppchen. #notsponsored

Rezension: Sebastian Fitzek - Noah

Inhalt:
Ein Mann findet sich plötzlich auf den Straßen Berlins wieder, mit einer Schusswunde in der Schulter. Er hat keinerlei Erinnerung an sein persönliches Leben und weiß nicht, wie er hier hergekommen ist. Ein Obdachloser namens Oskar gabelt ihn auf und hilft ihm in den darauffolgenden Wochen, sich auf den Straßen durchzuschlagen. Der Mann kann sich nicht an seinen Namen erinnern, daher wird er Noah genannt, denn dieses Wort ist in seine rechte Handfläche tätowiert. Eines Nachts liest er in der Zeitung darüber, dass ein Künstler gesucht wird, dessen Werk Millionen wert ist. Als Noah das Bild sieht, hat er zum ersten Mal einen Erinnerungsschub und ruft die Nummer an. Dadurch setzt er eine Welle der Ereignisse in Gang, die ihn rund um die Welt und zu so ziemlich jeder bekannten Verschwörungstheorie führt. Bilderberger, Chemtrails, die Pharmaindustrie, hier wird einem alles geboten. Außerdem enthält das Buch eine wichtige Botschaft zum Thema Ökologischer Fußabdruck und die Zukunft der Menschheit.

Sprache/Stil:
Das Buch ist, so wie jeder Fitzek-Roman, sehr gut und authentisch geschrieben. Die Beschreibungen der verschiedenen Situationen, etwa das Leben als Obdachloser auf der Straße, sind sehr überzeugend geschrieben und gut recherchiert. Das Buch bleibt eigentlich die ganze Zeit über spannend, man kann es kaum weglegen, da es ständige Wendungen gibt. Bis zu Schluss ist es kaum möglich, das Ende vorherzusehen, obwohl es einen Riesenspaß macht, zu spekulieren, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln wird. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite.

Empfehlung:
Das Buch ist für Liebhaber von Krimis, Thrillern und Mystery ein absolutes Muss. Auch Tier- und Umweltschützer werden sich mit dem Buch sehr wohl fühlen. Spannung ist bis zum Ende geboten.

Samstag, 11. November 2017

Rezension: Daniel H. Wilson - Robocalypse

Maschine gegen Mensch - der altbewährte Kampf erfindet sich neu

Inhalt

Cormac Wallace, genannt „Brightboy“, befindet sich zu Beginn des Romans auf den Ragnorak Intelligence Fields in Alaska und schlägt die letzte Schlacht gegen die endlich besiegten Roboter. Kurz darauf finden er und seine Männer tief im Eis einen Würfel – ein Roboter mit allen Aufzeichnungen der Revolte. Wallace entschließt sich dazu, das Gedankengut als Buch niederzuschreiben, da man nicht vergessen sollte, was während des Krieges geschehen ist und welche Personen sich im Kampf um das Überleben besonders hervorgetan haben. Es geht vor allem um die Nacherzählung verschiedener Heldengeschichten, die dieses Maschinenwesen während des gesamten Krieges beobachtet, mitgeschnitten und abgespeichert hat.

Man erfährt schon im ersten Kapitel, dass die befehlshabende Gewalt hinter den Robotern „Archos“ genannt wird – er wurde von Dr. Nicholas Wasserman programmiert und ist bereits die 14. Version, da die restlichen 13 Experimente vernichtet wurden. Das Problem dabei war, dass die künstlichen Intelligenzen _zu_ intelligent geworden waren. Prof. Wasserman erkannte die gefährlichen Tendenzen der Roboter, eigenständiger zu werden, und zerstörte seine Experimente rechtzeitig. Das gelingt ihm allerdings bei Archos nicht mehr, der sich über seine Vorgänger hinaus entwickelt und aus dem Labor fliehen kann, nicht jedoch ohne zuvor Dr. Wasserman getötet zu haben.

Die Maschinen sind von diesem Zeitpunkt an der Meinung, die Menschheit müsse ausgerottet werden, da sie selbst gefährlich für die Natur und das Wissen in den Lebewesen ist – der Mensch neigt dazu, alles zu töten, was die Roboter nun nicht mehr zulassen. Stattdessen beginnen sie selbst damit, alle Menschen umzubringen, die sie auf ihrem Weg durch die Städte finden können. Anfänglich begreifen die Menschen noch nicht, was mit ihnen passiert, da sie nicht wahrhaben können, dass ihre Technik sich tatsächlich gegen sie wendet. Schließlich aber beginnt ein erbitterter Kampf ums Überleben.

Die einzelnen Kapitel des Romans werden völlig unterschiedlich erzählt. Es wird nicht nur die übliche Prosa-Nacherzählung verwendet, sondern es spielen auch andere Textsorten eine große Rolle: Verhörprotokoll, Tagebücher, Interviews, Telefongespräche – jede einzelne Erzählung wird auf seine eigene Art geschildert. Zudem gibt es eine Einleitung jedes Kapitels in Form eines Zitats, was einen interessanten Ausblick auf den Inhalt gibt.

Nicht nur die Textsorten stechen sprachlich ins Auge, der Autor verwendet auch unterschiedliche Sprachebenen. Wenn sich Personen unterschiedlicher gesellschaftlicher oder Bildungsebene unterhalten, wird das auch in der verwendeten Sprache wiederzugeben versucht. Oftmals sprechen die Menschen im Dialekt, dann wieder in Fachsprache oder in Fremdsprachen. Das führt zu einer sehr realitätsnahen Erzählung, in der man sich mehr als nur einmal mit blutigen Szenen konfrontieren muss, die man aufgrund der geschickten Schilderung sehr gut nachfühlen kann.


Kritik / Empfehlung

Obwohl das Buch und seine Handlung an zahlreiche bereits existierenden Filme und Geschichten erinnert, erfindet es die inhaltliche Substanz auf seine eigene Art und Weise neu – es handelt sich nicht um eine typische lineare Geschichte. Von Anfang an wird in Form eines Rückblicks erzählt, was zeigt, dass das Motiv dieses Romans ein völlig anderes ist als das vieler ähnlicher Filme mit solchem Gehalt.

Die LeserInnen wissen von Beginn an, wie die Handlung ablaufen wird, da man bereits im Prolog an der Endschlacht gegen die Roboter teilnimmt. Zudem erfährt man, dass der nachfolgende Roman als Rückblick erzählt wird, um den LeserInnen Einblicke in die Vorgänge zu geben, die überhaupt erst zu dieser ganzen Auseinandersetzung geführt haben. Spannung liegt also, im Unterschied zu den meisten anderen Beschäftigungen mit diesem Genre, nicht im Inhalt. Vielmehr geht es um die Frage, warum die Roboter überhaupt so denken und handeln und ob sie den Mensch mit ihrer Existenz tatsächlich übertrumpfen. Da zu Beginn immer wieder angedeutet wird, dass Mensch und „erwachte“ Maschine auf irgendeine Art koexistieren könnten, bleibt es bis zum Schluss spannend, wie sich die Roboter weiterentwickeln.

Der Roman ist nicht nur vom Inhalt her, sondern auch von seiner äußeren Aufmachung ein Unikat, da die äußeren Ecken abgerundet wurden und dem Buch so ein ganz besonderes und unverwechselbares Aussehen verleihen. Außerdem ist es dadurch angenehm in den Händen zu halten und zu lesen. Es empfiehlt sich sehr für Menschen, die sich für künstliche Intelligenzen und die möglicherweise damit entstehenden Problematiken interessieren. Wer jedoch Angst vor der Zukunft hat, sollte lieber die Finger davon lassen …

Rezension: Casey Hill - Tabu

Eigentlich ist alles ganz anders

Inhalt

Reilly Steel stammt ursprünglich aus Irland, ist aber früh mit ihrer Familie nach Amerika ausgewandert. Sie hat eine schwere Kindheit gehabt, da ihre Mutter Cassie die Familie verlassen hat, als sie und ihre Schwester Jess noch sehr jung gewesen sind. Seit damals hat sich Reilly um ihre Schwester gekümmert und der Familie eine Mutter sein müssen, obwohl sie selbst noch ein Kind gewesen ist.

Durch verschiedene Ereignisse in ihrer Kindheit beeinflusst, wählt sie schließlich den Beruf der forensischen Ermittlerin und wird darin zu einer der besten auf ihrem Gebiet. Sie verliert ihre Schwester durch einen erst spät im Buch beschriebenen Umstand, womit ihr Vater jedoch nicht zurecht kommt und zum Alkoholiker wird. Gemeinsam mit ihm kehrt sie schließlich nach Irland zurück.

Kaum befindet sich Reilly in Dublin, wird sie schon wieder von verschiedensten Morden überhäuft. Tatsächlich stellt sich heraus, dass ein Serienmörder sein Unwesen treibt und auf irgendeine rätselhafte Art und Weise Verbindung zu Sigmund Freud herzustellen versucht. Vor allem Tabus scheinen den Täter zu beschäftigen – er setzt gesellschaftlich hoch verachtete Taten ein, zu denen er seine Opfer zwingt, bevor er sie umbringt. Beispielsweise zählen dazu Homosexualität zwischen heterosexuellen Männern, Suizid, Verwandtenmord, Inzest oder der Verzehr von Menschenfleisch. Zu all dem lassen sich die Opfer tatsächlich hinreißen, weil sie vermutlich glauben, dadurch selbst mit dem Leben davonzukommen, was jedoch nicht der Fall ist.


Reilly bittet schließlich ihren früheren Lehrer Daniel Forrest um Hilfe, der in Amerika zurückgeblieben ist und sich im Werk von Sigmund Freud auskennt. Er kann ihr sehr weiterhelfen und kommt schließlich persönlich nach Irland, als sich herausstellt, dass der Mörder damit beginnt, eine persönliche Verbindung zu Reilly herzustellen. Es zeichnet sich allmählich ab, dass der Mörder mehr und mehr zum Ziel hat, sich am Ende Reilly selbst als Opfer vorzunehmen. Dann wird auch noch Reilly selbst bedroht und ihr Vater entführt …


Sprache und Stil
Sprachlich ist das Werk gut gelungen, es zeichnet sich durch zahlreiche inneren Monologe und direkte Reden aus. Außerdem erfährt man durch viele Rückblicke in die Kindheit von Reilly mehr und mehr von ihrer Familie, was das Verständnis des Thrillers deutlich steigert. Durch diese Tatsache wird auch Spannung aufgebaut, weil die Rückblicke, die in Form von Träumen in aktueller Verbindung mit Reilly stehen, meist unmittelbar Einfluss auf Reillys Ermittlungen nehmen.



Kritik
Spannung wird in dem Thriller dadurch aufgebaut, dass immer wieder Überraschungen und nicht erwartete Wendungen eingebaut werden. Anfangs scheinen diese Lösungen noch vorhersehbar zu sein, dann jedoch gibt es immer mehr überraschende Einwürfe, die man als LeserIn nicht mehr vorhersehen kann. Vor allem das Ende ist anders, als man als LeserIn erwartet – während der Lektüre verdächtigt man zwischenzeitlich die verschiedensten Protagonisten, der Serienmörder oder wenigstens ein Komplize zu sein, doch am Ende wird einem eine Lösung geboten, mit der man wirklich nicht gerechnet hätte.

Zwischendurch wird immer wieder angedeutet, dass sich zwischen Reilly und einem anderen Ermittler – Chris Delaney – eine Liebesbeziehung anbahnt. Zumindest ist schon früh in dem Thriller deutlich, dass sich zwischen ihnen mehr als nur eine gute Freundschaft entwickelt, allerdings wird diese Geschichte nicht zu einem Ende geführt, was am Ende doch etwas enttäuschend übrigbleibt. Es hätte sich durchaus angeboten, nach dem guten Ausgang der Ermittlung damit aufzuhören, es darf jedoch spannend bleiben, ob der Thriller vielleicht eine Fortsetzung erhält.

Außerdem leidet Officer Delaney an einer seltsamen Krankheit, zumindest hat er starke Schmerzen in den Gelenken, obwohl er sehr gesund lebt und häufig trainiert. Als er Reilly bittet, sein Blut zu untersuchen, glaubt man als LeserIn, dass sich eine spektakuläre Erkenntnis anbahnt – leider jedoch bleibt auch hier die Antwort auf die mysteriösen Umstände offen. Die Erklärung, Reilly könne mit den eigenartigen Ergebnissen nichts anfangen – schließlich ist sie keine Ärztin – ist noch zufriedenstellend, am Ende des Werkes wird jedoch einfach gesagt, dass sich bisher nichts als Antwort ergeben hat und dass wohl vorerst ungeklärt bleiben muss, woran Chris leidet. Hier erscheint es fast so, als wüssten die Autoren selbst nicht, wie sie ihre langsam entwickelte Krankheit nun zu einem sinnvollen Abschluss bringen und logisch erklären sollten. Dabei war die Beschreibung von Delaneys Zuständen durchaus spannend, man hätte sich sehr über eine Erklärung gefreut.



Empfehlung
Der Thriller wird seinem Namen wirklich gerecht, man ist die ganze Zeit über sehr gespannt, wie es weitergehen wird und wer nun tatsächlich der Serienmörder ist – beziehungsweise, was er mit seinen eigenartigen Hinweisen auf Sigmund Freud eigentlich plant, denn dass er nicht einfach nur geistesgestört ist, wird spätestens dann klar, als er Reilly persönlich in seine Taten hineinzieht.

Die Spannung wird durchgehend so gekonnt aufrecht erhalten, dass man das Buch besser nicht am Abend vor dem Schlafengehen lesen sollte – es könnte sein, dass man jedes noch so bekannte Geräusch dann diesem fiktiven Serienmörder zuschreibt!

Rezension: Gisa Klönne - Nichts als Erlösung

Erlöse mich von der Vergangnheit

**1)       ** **Inhalt**



Judith Krieger ist eine Kriminalermittlerin, die durch Zufall frühmorgens an einen Tatort kommt – Jonas Vollenweider, ein ausgewanderter Deutscher, der nur für ein paar Tage wieder im Land hätte sein wollen, liegt erschossen unter einer Eisenbahnbrücke. Durch die Ermittlungen kommt heraus, dass er der Letzte seiner Familie gewesen ist – Eltern und die Schwester wurden vor zwei Jahrzehnten von einem Unbekannten ermordet, die Leichen jedoch nie gefunden. Obwohl Jonas damals als Mordverdächtiger gegolten hatte, kann ihm jedoch nie etwas nachgewiesen werden.

Im Zuge der Untersuchungen wird immer deutlicher, dass Jonas tatsächlich nicht der Mörder von damals sein kann. Der echte Täter schickt Judith Krieger immer wieder Fotos, die verschiedene Tatorte zeigen, sodass die Polizei ihm langsam auf die Schliche kommt. Die Leichen werden weit entfernt in einem Waldstück gefunden und es stellt sich heraus, dass Miriam, Jonas’ Schwester, eine Affäre mit einem älteren Mann gehabt hatte, der für die Taten verantwortlich sein könnte.

Zusätzlich zu dieser Geschichte gibt es da noch Eric Sievert und seine Familie. Als illegaler Schatzsucher in der sumpfigen Au unterwegs, findet er immer wieder Artefakte, die er eigentlich den Behörden übergeben müsste, sie stattdessen aber gewinnbringend verkauft. Eines Tages findet er eine goldene Kette, die er seiner Frau schenkt. Es stellt sich heraus, dass das Schmuckstück eigentlich Miriam gehört hat, die es von ihrem älteren Freund geschenkt bekommen hatte. Allmählich ergibt sich eine Verbindung zwischen Eric Sievert und dem Ermittlerteam.

Sieverts guter Freund Kurt gerät schließlich ins Visier der Ermittlungen. Er war in einem Kinderheim aufgewachsen, was im Zuge des Romans mehr und mehr eine bedeutsame Rolle spielen wird. Die Kinderheime der 80er Jahre – eines davon ist das Heim Frohsinn, in welchem Jonas Vollenweiders Eltern früher als „Heimeltern“ gearbeitet hatten – waren weniger dazu da, den Waisen eine angenehme Kindheit zu bereiten, als sie als billige Arbeitskräfte auszubeuten und ihnen jegliches Recht auf Freiheit und eigenen Willen zu nehmen. Zu allem Überfluss findet die Polizei schließlich auch noch zahlreiche Kinderleichen, die im Gemüsebeet des inzwischen zur Ruine verfallenen Hauses Frohsinn verscharrt worden waren und bis heute Spuren von Misshandlungen aufweisen.

Judith Krieger kommt des Lösung des Falls indessen bei Jonas Vollenweiders hinterlassenen hochschwangeren Frau auf Griechenland näher. Sie erzählt von dieser goldenen Kette, die sich als wichtiges Schlüsselelement zur Lösung des Falls herausstellen wird. Früher hatte es einem Heimkind namens Rudi gehört und ein Foto seiner Mutter enthalten. Nachdem es ihm von den Vollenweiders brutal weggenommen worden war, entwickelte dieser einen Mutterkomplex und entschließt sich schließlich dazu, sich an den herzlosen Heimeltern Vollenweider zu rächen. Doch was ist mit Miriam? Ist sie vielleicht noch am Leben? Wer verbirgt sich hinter dem nichtssagenden Vornamen „Rudi“? Ist der Täter vielleicht die ganze Zeit über ganz in der Nähe?



**2)       ** **Stilistisches und Sprachliches**



Das Werk ist von Beginn bis zum Ende im Präsens geschrieben. Dadurch wird zwar ein besonderer Stil ausgedrückt, allerdings fällt es anfangs schwer, sie an diese Art der Erzählung zu gewöhnen. Andererseits jedoch ist der Zweck dieser sprachlichen Methode natürlich klar – die LeserInnen sollen unmittelbar das miterleben, was auch die Protagonisten erfahren. Diese Unmittelbarkeit des Geschehens kann anders nur schwer ausgedrückt werden.



Im Buch werden verschiedene Perspektiven verwendet, sodass man nicht nur aus der Sicht von Judith Krieger liest, sondern viele verschiedene Protagonisten auf ihren Wegen begleitet und damit größere Zusammenhänge als die Einzelpersonen erkennen kann.



**3)       ** **Kritik**



Bis zuletzt strotzt der Roman vor Spannung. Als LeserIn wird man immer wieder auf die falsche Fährte geführt und weiß bis zuletzt nicht, wer tatsächlich der Täter gewesen ist. Als die Auflösung schließlich geboten wird, steht man wirklich einer Überraschung gegenüber.



Zudem leistet das Werk einen wichtigen Beitrag zur Bewusstmachung der Zustände in damaligen Kinderheimen. Ich persönlich hatte davor nie über die dramatischen Misshandlungen in solchem Ausmaß gehört. Gisa Klönne gelingt es, diese verdrängten Tatsachen wieder in Erinnerung zu rufen und die LeserInnen dazu aufzurufen, sich Gedanken um dieses Thema zu machen, um damit vielleicht wenigstens manchen der Opfer von damals ihren Tribut zu zollen.

Rezension: Ransom Riggs - Die Insel der besonderen Kinder

Wahrnehmung ist subjektiv

 **1)       ** **Inhalt**

** **

Abraham Portman, der Großvater von Jacob, wird auf bestialische Art und Weise in einem Waldstück hinter seinem Haus ermordet. Zu allem Überdruss findet ihn sein eigener Enkel sterbend, der daraufhin einen Schock davonträgt. Außerdem geht irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu: Jacob sieht eine eigenartige, grauenhafte Gestalt im Wald verschwinden. Eines der Monster, von dem sein Großvater stets erzählt hat?



Abe Portman berichtet seinem Enkel seit dessen Kindesbeinen von einer Insel, auf der besondere Kinder leben sollen. Was Jacob anfangs als Märchen abtut – Geschichten von fliegenden, unsichtbaren, unglaublich starken oder anders begabten Kindern – entpuppt sich mehr und mehr als gar nicht so erfunden, wie er gedacht hat. Zwar wird ihm während einer psychologischen Behandlung von Dr. Golan eingetrichtert, dass er sich das Monster im Wald nur eingebildet hat, dennoch geht Jacob der Sache nach.

Gemeinsam mit seinem Vater besucht der Junge in den folgenden Ferien eine Insel, auf der das Kinderhaus von damals steht. Obwohl es sich um ein verfallenes Gebäude handelt, fühlt sich Jacob unerklärlich angezogen von der Ruine und findet sogar alte Fotos – solche, die ihm auch sein Großvater immer wieder als Beweis für seine Geschichten vorgelegt hat. Und tatsächlich begegnen ihm plötzlich Kinder in der längst nicht mehr bewohnten Stätte. Als er einem Mädchen daraufhin durch das Moor folgt, landet er bei einer Steinformation, durch die man hindurchkriechen kann – und da ergibt endlich alles einen Sinn. Jacob landet tatsächlich auf der Insel der besonderen Kinder, nur leben diese nicht im Heute, sondern im Jahr 1940 – in einer Zeitschleife, die von der Kinderheimleiterin Miss Peregrine angelegt worden ist.



Was Jacob zuerst nicht glauben kann, wird mehr und mehr zur Realität. Die Kinder, von denen sein Großvater erzählt hat, gibt es wirklich. Sie leben hier und verstecken sich in einer Zeitschleife von den Monstern, die Jacobs Opa ebenfalls immer beschrieben hat. Von der Leiterin erfährt der Junge, was hier eigentlich los ist: dass es zwei verschiedene Entwicklungslinien der Menschen gibt und dass eine davon mit diesen besonderen Fähigkeiten ausgestattet ist. Da es allerdings böse Wesen gibt, die den Tod der Besonderen anstreben, ist es notwendig, sich geschickt zu verstecken. Auch Jacob gehört zu den besonderen Kindern – als der einzige dieser Gruppe kann er die Monster sehen, während alle anderen nur den Schatten wahrnehmen können.

Unglücklicherweise stellt sich heraus, dass Jacob unwissentlich dafür gesorgt hat, dass die Zeitschleife seines Großvaters an die Monster verraten wird. Schon seit geraumer Zeit ist der Junge von einem Begleiter dieser Monster verfolgt worden – er kennt ihn als Psychologen Dr. Golan, allerdings auch als Busfahrer aus seiner Schulzeit und als Nachbar seines Großvaters. Dr. Golan hatte all dies schon lange geplant und Jacob beobachtet, um eines Tages an das Versteck der besonderen Kinder heranzukommen. Mit Jacobs Hilfe gelingt ihm das nun auch.

Die Kinder jedoch wehren sich. Zwar wird Miss Peregrine entführt, kann jedoch befreit werden. Unglücklicherweise ist sie nicht die einzige, die in die Hände der Monster gerät – auch andere Leiterinnen von Zeitschleifen werden gefangen genommen, ihr Schicksal ist ungewiss. Aus diesem Grund entscheiden die besonderen Kinder, dass es an der Zeit ist, ihr sicheres Versteck zu verlassen – sie beenden den 3. September 1940 und gehen hinaus in die Welt. Jacob lässt sein bisheriges Leben im 21. Jahrhundert hinter sich, um sich seinem Volk anzuschließen.



**2)       ** **Sprache / Stil**

** **

Die direkte Rede beherrscht das Buch von Anfang bis zum Ende. Zu Beginn des Werks sind es die Geschichten, die der Großvater seinem Enkel erzählt, am Ende ist es die Geschichte selbst, die in direkter Rede von den ProtagonistInnen erzählt wird. Dadurch gelingt es dem Autor auf eine ganz besondere Art und Weise, ein stilistisches Meisterwerk zu schaffen. Es ist nicht notwendig, viel durch Details des Erzähler-Ichs zu erklären, alle notwendigen Fakten werden von den Hauptpersonen selbst erzählt. So ist es auch Miss Peregrine, die Jacob und den LeserInnen erklärt, was hier eigentlich vorgeht. Was Jacob nicht weiß, können auch die LeserInnen nicht wissen.

Interessant ist außerdem, dass die Kinder eigentlich nach wie vor im Jahr 1940 leben, während Jacob aus einer weit entfernten Zukunft zu ihnen kommt. Obwohl das Leben hier für ihn außergewöhnlich und neu ist, sind es seine Erzählungen für die Kinder. Begierig saugen sie alles auf, was er ihnen von der fabelhaften Zukunft, die für ihn ganz und gar nicht so magisch ist, erzählen kann. Darunter fällt vor allem die Technik, von der die Kinder ihre ganz eigenen futuristischen Vorstellungen haben. Umso begeisterter sind sie, als Jacob ihnen sein Handy zeigt und außerdem erklärt, wie seine Welt funktioniert. Der Autor hat es geschafft, all das sprachlich in direkte Reden zu verpacken und die Diskrepanz zwischen beiden Lebensformen auf diese Art und Weise deutlich zu machen.



**3)       ** **Kritik**



Dem Roman gelingt es geschickt, die LeserInnen zuerst völlig in die Irre zu führen: Mehr und mehr geht man mit der Meinung des Psychologen Dr. Golan konform, der Jacob einreden will, dass sich alles nur um eine psychotische Einbildung handelt. Auch die Erklärung des Vaters, Großvater Abrahams Monster seien in Wirklichkeit schlichtweg die Nazis, erscheint plausibel. Umso mehr erstaunt es schließlich, dass es sich ganz und gar nicht um eine Sinnestäuschung handelt. Tatsächlich gibt es diese Insel und die Monster. Der Fantasy-Part lässt sich also überraschender Weise doch noch genießen.



Besonders interessant ist die Tatsache, dass der Roman durchgehend von Bildern unterlegt wird. Darauf sind die Bewohner der Insel, jedoch auch andere Personen in Form von Fotographien zu sehen, die für die Handlung der Geschichte eine bedeutsame Rolle spielen und immer wieder auch in den Text eingebunden werden. Das alles macht die Erzählung zu einer weit spannenderen Geschichte, als es andere Vertreter des Fantasy-Genres sein können.



Eigenartig erscheint allerdings die Tatsache, dass es zwischen Jacob und dem Mädchen Emma, das in der Zeitschleife lebt, zu einer romantischen Verbindung kommt, nachdem bereits darauf hingewiesen worden ist, dass hier ein Altersunterschied von vielen Jahrzehnten besteht. Außerdem hatte Emma bereits mit Jacobs Großvater eine Beziehung, sodass Jacob zu Recht selbst behauptet, sie gäbe sich nur aufgrund mangelnder Alternativen mit ihm ab. Erklärt wird diese Tatsache dadurch, dass die Kinder der Zeitschleife zwar de facto alte Seelen seien, aufgrund ihres Lebenswandels in eben dieser Schleife aber auch im Geiste gewissermaßen Kinder bleiben.



Andere durchaus reale Fragen von temporalen Anomalien und damit einhergehenden Paradoxa sollen hier nicht näher behandelt werden. Es handelt sich um einen Fantasy-Roman, der aufgrund des Genres das Recht dazu hat, gewisse physikalische Gesetzmäßigkeiten nach eigener Nützlichkeit für sich auszulegen und umzuändern.



**4)       ** **Empfehlung**

** **

Das Buch hört leider mitten in der Handlung auf – der Sieg des Guten über die bösen Monster hat noch nicht stattgefunden, und auch andere Punkte der Handlung sind noch nicht restlos aufgeklärt worden. Diese Tatsache jedoch macht es plausibel, dass es sich um einen Zwei- oder Mehrteiler handelt. Man darf also gespannt sein, was der nächste Band der Geschichte bringen wird.

Die Handlung ist von Anfang bis Ende so spannend, dass die Fortsetzungsgeschichte von den LeserInnen des ersten Teils geradezu mit Spannung erwartet werden muss – da die Handlung noch kein Ende gefunden hat, ist es ein Muss, den nächsten Teil zu lesen. Vor allem für Personen, die Fantasy mögen, ist der Roman zudem besonders geeignet, und diese Einschätzung wird durch die oben genannten Fotographien nur noch untermauert. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, was die Zukunft bereithält – für die LeserInnen UND für die besonderen Kinder.

Rezension: Stephenie Meyer - Seelen

Eine wunderbare Fantasie

 Inhalt:

Die Erde in nicht allzu ferner Zukunft: Außerirdische Seelen haben die gesamte Menschheit ausgelöscht, in dem sie deren Körper vereinnahmt haben. Doch eine kleine Gruppe von Menschen konnte sich den Seelen entziehen und lebt in einem geheimen System von Tunneln in der Wüste.

Wanda ist neu auf der Erde. Sie hat bereits sieben weitere Planeten besucht, doch keine dieser Welten war auch nur annähernd so ansprechend für sie, wie diese. Doch Melanie, ihr Körper, widersetzt sich den Seelen und kann Wanda auf ihre Seite ziehen. Gemeinsam finden sie die Gruppe resistenter Menschen, mit welchen Melanie bis zu ihrer Gefangennahme gelebt hatte. Wanda schafft es, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und kann ihnen sogar behilflich sein. Letztendlich muss sie jedoch ihr dunkelstes Geheimnis preisgeben.



Sprache/Stil:

Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, mögen diese Angaben vielleicht nicht auf die Deutsche Ausgabe zutreffen.

Das Buch ist aus der Sicht von Wanda geschrieben, was einem einen guten Einblick in das Leben als Seele verschafft. Für die Protagonistin ist es seltsam, auf der Erde zu leben und die grausamen Menschen zu sehen. Die Seelen sind völlig friedfertig und gutmütig.

Die Geschichte ist für junge Erwachsene geschrieben und im Großen und Ganzen sehr positiv und mit glücklichem Ende ausgestattet. Wie auch schon in anderen Büchern Stephenie Meyer’s gibt es Beziehungen, welche alle völlig ohne Sex und mit sehr wenig Küssen abgeschwächt werden.



Empfehlung:

Nicht nur für junge, sondern für alle Menschen ein sehr ansprechendes Buch. Obwohl die Grundidee wohl als Science Fiction einzuordnen wäre, handelt es sich bei diesem Buch eher um einen Fantasyroman.

Rezension: Alex & Francecs Rovira & Miralles - Einsteins Versprechen

Moderne Schatzsuche

Inhalt:



Javier Costa arbeitet als Skriptenautor für den spanischen Radiosender „Netzwerk“ und lebt in Barcelona. Nach einer Sendung, in welcher er sich mit einem Buchautor über Einstein unterhält, erhält Javier einen Umschlag mit der Aufschrift E = ac². Zuhause entdeckt er, dass sich in der Zusendung eine Einladung in den über zwei Stunden entfernten Ort Cadaqués, sowie ein Busticket befinden.

In Cadaqués begibt sich Javier zu der genannten Adresse, einem alten Haus, welches von dem japanischen Einstein-Biographen Yoshimura bewohnt wird. Außer Javier befinden sich dort noch der polnische Doktor der Physik Pawel; der dänische Herausgeber von „Mysterie“, einer Zeitschrift für wissenschaftliche Spekulationen, namens Jensen und die Französin Sarah, welche eine Doktorarbeit über Einsteins erste Frau Mileva Maric schreibt. Yoshimura teilt der Gruppe mit, dass sein Haus einst Einstein gehört hat und dass dieser selbst den Garten angelegt hatte, der bis heute unverändert geblieben war. Außerdem befindet sich Einsteins Geige im Obergeschoß in einer Vitrine.

Kurz nachdem Javier von dem Treffen zurück ist, von dem er noch immer nicht weiß, wer es eingefädelt hat und was genau dessen Grund war, wird Yoshimura ermordet aufgefunden. Javier erhält ein Mail des Princeton Quantic Institute, in welcher er gebeten wird, die Einstein-Biographie zu vervollständigen, wofür er vorab 25.000€ erhält und jeweils für die Zusendung des fertigen Manuskripts sowie die Veröffentlichung des Buches noch einmal diesen Betrag versprochen bekommt. Javier willigt ein und tritt eine lange Reise an.

In weiterer Folge trifft er immer wieder auf die drei Personen, welche er in Cadaqués kennengelernt hatte und schließt sich schließlich mit Sarah zusammen. Gemeinsam versuchen sie, hinter das Geheimnis der Formel E = ac² zu kommen, indem sie sich auf die Suche nach Einsteins geheimer Enkelin begeben.

Während des Abenteuers begegnet Javier immer wieder ein junges Mädchen mit blauen Zöpfen namens Lorelei, während mehrere Personen, mit welchen er wegen Einstein Kontakt hatte, ermordet werden. Und wer ist die Person, die ihnen immer wieder Hinweise sendet?





Sprache/Stil:



Das Buch gliedert sich in vier Teile, welche nach den Elementen Erde, Luft, Wasser und Feuer benannt sind. Jeder Teil beginnt mit einem Gedicht zum Thema des jeweiligen Elements.

Außerdem steht am Anfang jeden Kapitels ein Zitat eines berühmten Menschen, wobei es sich häufig um Einstein handelt.

Die Gesichte ist zum großen Teil als innerer Monolog aus der Sicht von Javier Costa geschrieben, unterbrochen von eher wenigen Gesprächen in direkter Rede.

Auch als Javier Einsteins Biographie liest, wird dies häufig im inneren Monolog zusammengefasst. Einige Passagen sind auch direkt abgedruckt, was dadurch gekennzeichnet wird, dass der entsprechende Absatz eingerückt ist. Genauso verhält es sich auch mit den E-Mails. SMS-Nachrichten sind immer in Großbuchstaben und zentriert geschrieben.





Kritik:



Während des Lesens erfährt man eine Menge über Einsteins Leben und seine Arbeit, sodass es auch für geschichtsuninteressierte Menschen spannend erscheint. So wird zum Bespiel Einsteins Biographie immer wieder geschickt eingebaut, indem Javier darin liest, wann immer ihm langweilig ist, oder er einen darauf bezogenen Termin hat.

Durch immer neue Rätsel und Hinweise werden ständig neue Spannungsbögen erzeugt, was es einem fast unmöglich macht, das Buch wegzulegen.

Am Anfang des Buches werden öfter kleine Hinweiße vorweggenommen, um den Leser misstrauisch zu machen, wodurch Spannung erzeugt wird, z.B.:

„Hätte ich den Namen […] rechtzeitig überprüft, wäre alles […] anders verlaufen.“ (S. 70)



Man erhält den Eindruck, Javier erzähle die Geschichte in dem Bewusstsein, wie sie enden wird.

Die Auflösung des Buches ist leider bei weitem nicht so spannend, wie die Geschichte selbst. Man erhält am Ende das Gefühl, den Autoren wären die Seiten ausgegangen, da das Ende eher abrupt und unspektakulär ausfällt.





Empfehlung:



Sowohl für Einstein-Fans, als auch für Menschen, welche sich noch nie mit  Physik beschäftig haben ein sehr spannendes und aufschlussreiches Buch, allerdings besonders am Ende nicht wissenschaftlich haltbar.

Rezension: Lieneke Dijkzeul - Vor dem Regen kommt der Tod

Eine weitere Kriminalgeschichte

 **1)       ** **Inhalt**



Renée Pettersen zeichnet sich vor allem durch ein Merkmal aus: Sie ist rothaarig. Dieser Umstand wird ihr eines Abends zum Verhängnis – ein Mann überfällt sie in ihrer eigenen Wohnung, verletzt sie beinahe tödlich und schneidet ihr Teile ihrer Kopfhaut ab. Während sich die Polizisten gemeinsam mit ihr fragen, aus welchem Grund das gerade ihr passiert ist und was die Skalpierung zu bedeuten hat, ist für die LeserInnen längst klar, wer der Mörder ist, da nicht nur aus der Perspektive von Renée oder ihren Kollegen, sondern auch aus seiner berichtet wird.



Allmählich entwickeln sich zwei Storylines – die eine handelt von Renée und den anderen Polizisten, vor allem Inspector Paul Vegter, die andere von dem Mörder und seiner Frau. Für den Leser wird es sehr bald klar, welche Verbindung er zu Renée hat und welchem Ziel er folgt.



**2)    ** **Sprachliche Umsetzung**





Es fällt auf, dass die Autorin sehr mit „Sprache“ beschäftigt sein muss. Nicht nur hat sie sich offensichtlich große Gedanken über die jeweiligen Formulierungen gemacht, sondern es wird auch häufiger erwähnt, dass in der Gegenwartssprache viele „Modewörter“ auftauchen, die die althergebrachte Sprache langsam verdrängen und verändern.



Die beiden Storylines sind ebenfalls unterschiedlich geschildert. In beiden Geschichten geht es eigentlich um eine Liebesgeschichte. Das allerdings zu beschreiben gelingt der Autorin ausgesprochen gut. Auch Gefühle und Gedanken aller Protagonisten fließen immer wieder in die Handlung ein, sodass man sich ein gutes Bild der Hauptdarsteller und ihrer Motivationen machen kann.



**3)    ** **Kritik**



Man weiß von Anfang an, wer der Mörder ist, und lernt ihn in den nachfolgenden Kapiteln auch immer besser kennen. Aus diesem Grund entsteht daraus auch keine Spannung, was einen Unterschied zum Großteil der Romane dieses Genres darstellt. Vielmehr fragt man sich als LeserIn bis ziemlich zum Schluss, aus welchem Grund der Täter so handelt, und kommt dabei auf unterschiedliche Theorien.



Leider hackt die Autorin an mehreren Motiven des Romans in unverhältnismäßigem Ausmaß herum – so scheint für sie der Altersunterschied zwischen zwei sich liebenden Menschen ein tatsächliches Hindernis darzustellen. Auch an den Haaren und deren Bedeutung für Frauen spießt sich die Autorin – sie scheint der Meinung zu sein, dass die Haare für Frauen unersetzlich und von geraumer Bedeutung sind und schon bei einer teilweisen Skalpierung die Persönlichkeit einer Frau verlorengeht, was ich persönlich in diesem Ausmaß nicht wirklich nachvollziehen konnte.



Leider ist der Roman aufgrund seiner Machart nur wenig überraschend. Ab irgendeinem Zeitpunkt will man zwar fertiglesen, jedoch mehr aus Interesse daran, ob zwischen Vegter und Renée doch noch eine Liebesbeziehung entsteht. Die eigentliche Kriminalgeschichte um den Mörder wird jedoch nicht sonderlich aufregend geschildert – man sollte bei der Lektüre also nicht zu viel erwarten.

Rezension: Amanda Kyle Williams - Cut

In jedem Menschen kann ein Mörder stecken

**Inhalt**

Dr. Keye Street, früher Special Agent und psychologische Gutachterin für das FBI, hält sich als Privatdetektivin hauptsächlich mit Aufträgen von Kautionskanzleien über Wasser. Mit ihrer wenig zimperlichen Art stellt sie Vorladungen zu oder kümmert sich persönlich darum, dass untergetauchte Personen dort hinkommen, wo sie hingehören. Als ihr bester Freund Rauser sie um Hilfe in einem Mordfall bittet, steigt sie als Beraterin in die Ermittlungen ein.

Der Mordfall entpuppt sich nicht als simple Einzeltat – nach und nach werden Menschen auf brutale, wenn nicht sogar bestialische Art und Weise ermordet. Die Opfer werden stets auf die gleiche Art drapiert: auf dem Bauch liegend, die Beine gespreizt. Besonders auffällig ist das „Zeichen“, das der Mörder hinterlässt: Bissspuren an den Schenkeln. Zudem unterstreicht vor allem die unnatürliche Brutalität des Täters seine Gefährlichkeit – die Opfer weisen zahllose Stichwunden in ihren Körpern auf. Der Täter scheint durch diese Taten zu sexueller Erregung zu gelangen.

Mehr und mehr scheint ein Protagonist verdächtiger zu werden, doch da man sich erst in der Mitte des Buchs befindet, fragt man sich als Leser bald, ob es sich nicht doch nur um einen Verwirrungsversuch der Autorin handelt. Es bleibt bis zum Ende spannend und es ist kaum möglich, das Ende zu erraten, obwohl man dem Täter während der Geschichte schon einmal begegnet ist.

**Sprache und Stil**

Die Geschichte um den Wunschknochen-Mörder ist ausgesprochen spannend geschrieben – so spannend, dass man die Szenen, in denen es nicht direkt um den Täter, sondern um Nebensächlichkeiten wie Umgebung, zwischenmenschliche Beziehungen und Gedanken der Protagonisten geht, am liebsten überfliegen möchte, um schneller zur Hauptstory zurückzukehren.

Sprachlich werden unterschiedliche Stile verwendet: Mal sprechen die Personen umgangssprachlich miteinander, dann wieder werden vergangene Ereignisse in Erzählform aufgearbeitet. Außerdem fließen die Briefe des Mörders und seine Blogeinträge in einem Internetforum in den Handlungsverlauf ein – der Polizei weitgehend unbekannt, erfahren die LeserInnen so von den Gedanken und Gefühlen des Täters.

Auch humoristische Szenen finden sich immer wieder – vor allem dann, wenn es in einer Nebenhandlung um die Suche nach der Kuh Sadie geht, von der als Möglichkeit der Identifizierung vielleicht ein Hufabdruck genommen werden könnte. Im Gegensatz zur adrenalingeladenen restlichen Geschichte wird hier mit einer Leichtigkeit erzählt, die symbolisch für Keyes Erleichterung über den abgeschlossenen Fall hergenommen werden kann.

**Kritik**

Bei der Lektüre des Werks erreicht man irgendwann einen Punkt, an dem man _unbedingt_ weiterlesen _muss_. Ich persönlich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen, da ich die Spannung, wer denn nun der Täter ist, nicht ertragen konnte.

Der Thriller regt während der gesamten Handlungsdauer dazu an, sich selbst Gedanken darüber zu machen, wer der Täter sein könnte.

Rezension: Sandra Melli - Stern der Göttin

Magische Welt

Inhalt:

Laisa lebt mit den anderen Katzenmenschen in einem Wald und arbeitet als Karawanenwächterin. Eines Tages kommt eine goldene Frau in ihr Dorf, welche eine große Anziehung auf Laisa ausübt. Die mysteriöse Frau besteht darauf, das Katzenmädchen bei der nächsten Karawane dabei zu haben. Die Frau taucht nicht wieder auf, doch während der Reise nimmt Laisa ihre Fährte auf und folgt ihr. Als sie zum Ursprung des Duftes gelangt, wird sie plötzlich an einen fremden Ort transferiert. Laisa findet sich in den Dämmerlanden wieder, wo es die Nationen westlich und östlich des Stromes gibt, diese sind verfeindet. Jedes Land leuchtet in seiner eigenen Farbe und folgt einem eigenen Gott. Zusätzlich gibt es viele Magier, die dunkle Geschäfte treiben. Laisa erhält auf ihrer Reise immer neue Aufträge, welche sie mit Bravour meistert. Das Ende der Geschichte lässt einige Fragen offen und indiziert eine Fortsetzung. So erfährt man beispielsweise nicht, wo Laisa herkam und wieso sie magische Fähigkeiten zu besitzen scheint.



Kritik:

Das gesamte Buch lang wünscht man sich als Leser, es gäbe eine kleine Übersicht über die Protagonisten und ihre nationale Zugehörigkeit, nur um am Ende zu bemerken, dass es genau so etwas als letztes Kapitel gibt. Dies sollte vielleicht eher am Anfang des Buches untergebracht werden.

Im Cover des Buches befindet sich eine kleine Karte der Dämmerlande, prinzipiell eine sehr gute Idee, doch könnte man sie noch verbessern, indem die Farben der Länder gekennzeichnet würden.

Der Roman erzeugt ein durchwegs positives Leseerlebnis, da in Laisas Aufgaben fast nichts schiefgeht. Alles scheint ihr auf Anhieb zu gelingen.

Die verwendeten Namen der Protagonisten sind etwas verwirrend und schwer auszusprechen. Verwandet Personen haben oft sehr ähnliche Namen und diese enthalten erstaunlich viele h's. Dabei hat das Autorenteam allerdings auch einige sehr schöne Namen kreiert, wie zum Beispiel die Stadt Edessin Dareh.

Das Cover des Romans spricht sehr an, obwohl die abgebildete Person keiner der Protagonisten zu sein scheint.

Als einzig negativen Punkt muss ich sagen, dass das Buch sehr dick und damit auch sehr schwer ist. Da ich normalerweise halb liegend im Bett lese, hatte ich gewisse Schwierigkeiten damit, es hochzuhalten.

Alles in allem Fand ich das Buch sehr gut. Besonders für Fantasy-Einsteiger eignet sich die Geschichte sehr gut, da sie sich auf einem erdähnlichen Planeten abspielt und außer seltsamen Wesen und Magie auch viel Bekanntes enthalten ist. Einen zweiten Band würde ich mich sofort kaufen.

Rezension: Anthony Horowitz - Das Geheminis des weißen Bandes

Würdige Rückkehr eines grandiosen Ermittlers

**1)    ** **Inhalt**



Dr. Watson, Sherlock Holmes’ ständiger Begleiter, lebt am Ende des 19. Jahrhunderts relativ verarmt und einigermaßen vereinsamt, was unter anderem mit seinem schlechten Gesundheitszustand zusammenhängt. Sein guter Freund Sherlock Holmes ist schon vor langem gestorben, und so erinnert sich Watson wehmütig ein letztes Mal zurück an einen ihrer abstoßensten Fälle.

Die Handlung zieht sich über mehrere Monate des Jahres 1890 – Watson besucht Holmes in London, weil seine Frau verreist ist, und wird justament in den nächsten Fall geschleudert: Ein elegant gekleideter Londoner – Mr. Carstairs, ein Kunsthändler – sucht Holmes auf, um ihn um Hilfe zu bitten. Gerade erst aus Amerika zurückgekehrt, befürchtet er aufgrund dortiger und hiesiger Vorkommnisse, dass er beobachtet wird und in Lebensgefahr schwebt. Holmes steigt in die Ermittlungen ein – und Watson natürlich mit ihm.

Was anfangs als völlig klarer Fall erscheint, dessen Lösung schon auf S. 81 zu finden gewesen wäre, entpuppt sich nach und nach als überaus verschachtelte Angelegenheit, im Zuge derer Holmes selbst in Lebensgefahr gerät, des Mordes bezichtigt und letzten Endes sogar angeklagt wird. Alles nur, weil er nach dem mysteriösen „House of Silk“ sucht, dessen dubiose Existenz durch ein weißes Seidenband bewiesen wird, das am Handgelenk eines ermordeten Straßenkindes gefunden wird. Holmes selbst erhält wenig später ein ebensolches Band als Warnung, die er trotz der eindringlichen Bitte seines Bruders Mycroft in den Wind schlägt.

Wie aber hängen all diese seltsamen Ereignisse und Ermittlungsansätze zusammen? Es gibt nur eine einzige mögliche Verbindung: das House of Silk. Was aber hat es damit auf sich? Wird Holmes die Zusammenhänge aufdecken können?



**2)    ** **Analyse**



Es ist offensichtlich, dass Anthony Horowitz in der Vorbereitung seines Werk sehr genau recherchiert hat, wie das Leben in London zu dieser Zeit gewesen sein muss. Auch geht aus seinem stilistischen Geschick eindeutig hervor, dass er sich in der Sherlock Holmes-Literatur des Sir Arthur Conan Doyle umfassend auskennt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er den Ton des Dr. Watson durchgehend überaus gekonnt trifft und es den LeserInnen so ermöglicht, sich tatsächlich voll und ganz in das Umfeld der Protagonisten einzufühlen.



**3)    ** **Kritik**



Über die Übersetzung des Buches gibt es Positives und Negatives zu sagen. Einerseits ist es bemerkenswert, wie präzise  auch der Übersetzer den Ton von Dr. Watson von Anfang an trifft. Es ist offensichtlich, dass sich auch dieser umfangreich in die Materie eingearbeitet hat. Andererseits ist der Roman von zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehlern durchzogen, beispielsweise:



            _Der Diogenes Club war eine der kleineren Clubs an der Pall Mall. (S. 146)_

_            Das alles war zügig vonstattengegangen. (S. 189)_



Diese Tatsache stellt allerdings den einzigen Mangel des ansonsten sehr ansprechenden Werks dar. Abgesehen davon bemüht sich der Autor das eine oder andere Mal um eine amüsante Darstellung und Wortwahl, was das gesamte Werkt deutlich auflockert:



_Ich hatte die Antwort zu einer Frage erhalten, die Holmes mir vor Wochen gestellt hatte. Jetzt musste ich nur noch herausfinden, warum sie ihn interessierte. (S. 222)_



Weiters ist zu sagen, dass der Titel für die deutsche Fassung zwar akzeptabel gewählt worden ist, eine Annäherung an das englische Original („The House of Silk“) käme dem Inhalt allerdings dennoch näher, da auch in der deutschen Übersetzung weniger das weiße Band eine Rolle spielt als das House of Silk selbst.



Interessant war für mich persönlich, endlich mehr Hintergründe zu Holmes’ Familie zu erfahren. Das macht den Roman familiärer und zeigt außerdem das große Abhängigkeitsverhältnis zwischen Holmes und Watson, der sich selbst ohne Holmes als unvollständigen Menschen erkennt, sehr deutlich. Dadurch werden die Protagonisten noch menschlicher, als sie der Autor ohnehin schon zeichnet, und erlauben es, dass man sich mit ihnen besonders identifiziert.



Außerdem ist es durchgängig beeindruckend anzusehen, welche verstrickten Kriminalgeschichten Horowitz hier erfindet und einbaut. Das beweist seine große schriftstellerische Fähigkeit besonders, handelt es sich doch um originelle Ideen, hinter die der laienhafte Leser nicht so schnell kommt.



**4)    ** **Empfehlung**



Wer den Beweis haben möchte, dass nicht nur Sir Arthur Conan Doyle über ein unglaubliches schriftstellerisches Talent verfügt hat, ist bei diesem Buch genau richtig. Man kann sich von Anfang an in die Zeit und die Personen hineinversetzen und findet sich haargenau in Doyles London wieder. Sherlock Holmes  ist nach wie vor brillant – ob seine Geschichten nun vom Original oder seinem eifrigsten Kenner verfasst werden!

Rezension: Stephenie Meyer - Bis(s) zum Ende der Nacht

The End?

Das letzte Buch der Twilight Serie ist in sich in drei Büchern geschrieben, Buch 1 - Bella, Buch 2 - Jacob, Buch 3 - Bella. Jeweils aus der Sichtweise der Titelfigur geschrieben, erzählt dieser Band nicht nur Bellas, sondern auch Jacobs Geschichte, was einen guten Einblick in die Welt der Werwölfe erlaubt. Endlich wird auch die Frage geklärt, ob Bella jemals zum Vampir wird, die Autorin hat hier eine sehr befriedigende Lösung gefunden. Hat man alle Bücher der Reihe gelesen, inklusive Bree Tanner und Midnight Sun, ergibt sich ein schönes Bild einer Welt, welche von der Autorin erschaffen wurde.



Zum Schreibstil kann ich nicht viel sagen, da ich das Buch auf englisch gelesen habe. Mir gefällt der Schreibstil von Stephenie Meyer. Ihre Beschreibungen lassen einen in eine andere Welt abtauchen und man fühlt sich, als ob man mitten in der Story wäre. Die Vampir/Werwolf-Idee mag nicht neu sein, doch auf eine völlig einzigartige Weise erzählt, hat man das Gefühl, es handle sich um das erste Buch seiner Art. Als besonderes Sahnehäubchen erklärte die Autorin, dass es vielleicht eine Fortsetzung geben wird, aus der Sicht von Renesmee oder Leah geschrieben.



Für alle Twilight-Fans auf jeden Fall ein Muss!

Rezension: Cat Patrick - Forgotten

Zukunftserinnerungen

###### Inhalt:

London Lane hatte als Kind einen Autounfall. Seither kann sie sich an nichts aus ihrer Vergangenheit erinnern, jede Nacht verliert sie ihr Gedächtnis erneut. Stattdessen kann sie sich an die Zukunft erinnern, als ob sie bereits passiert wäre. Für London ist das eine schwere Bürde, sie weiß viele Dinge, die sie lieber nicht wüsste und muss sich jeden Abend Aufzeichnungen über den Tag machen, damit sie am folgenden weiß, was passiert ist. Eingeweiht in Londons Geheimnis sind bloß ihre Mutter und ihre beste Freundin Jamie. Doch dann tritt Luke in ihr Leben, ein umwerfender Junge, der in Londons Zukunftserinnerung allerdings nicht vorkommt. Und dann taucht diese ominöse Erinnerung an ein Begräbnis in Londons Kopf auf. Ob sie sich an Luke nicht erinnern kann, weil er sterben wird und sie die Erinnerung verdrängt hat?

###### Analyse:



Die große Frage, die sich am Anfang des Buches stellt ist, wie kann London ihr Leben meistern, ohne Erinnerung? Wie erkennt sie ihre Mutter und ihre beste Freundin wieder? Die Antwort eröffnet sich allerdings sehr schnell, sie erinnert sich nicht an die weit entfernte, abstrakte Zukunft, sondern an alles, was kommen wird. So ist in ihrem Gedächtnis auch der morgige Tag verankert, weshalb sie ungefähr weiß, was sie heute zu tun hat. Dies verdeutlicht sich besonders an Londons letztem Schultag, an dem sie keine Zukunftserinnerung an die Position ihres Schließfachs, oder ihren Stundenplan hat, und sich kaum in der Schule allein zurechtfindet.

Sprachlich überzeugt das Buch dadurch, dass es in authentischer Sprache einer Schülerin geschrieben ist, allerdings stellt sich hier die Frage, ob London mit ihren Zukunftserinnerungen nicht eigentlich im Kopf ziemlich erwachsen sein müsste.

Das Buch überzeugt auch durch ein nettes Happy End, das nicht in der Gegenwart stattfindet, sondern in Londons Zukunftserinnerung, die sich durch ihre Veränderungen der Ereignisse zum Guten wenden. Eine Fortsetzung des Buches, wenn auch meines Wissens keine in Planung ist, würde ich sehr gerne lesen!

Rezension: Ursula Poznanski - Fünf

Wie wäre es mit Geocaching?

**Inhalt**



Bea Kaspary, zweifache Mutter und geschieden, arbeitet als Ermittlerin für die Polizei – und das eigentlich nur aus einem einzigen Grund: Als ihre beste Freundin Evelyn zu Studienzeiten ermordet wird, bringt es die Polizei nicht zustande, die Tat aufzuklären, was sie dazu bringt, es besser machen zu wollen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Florin, der von anderen fälschlicherweise stets als Florian bezeichnet wird, gerät sie in einen äußerst verstrickten Fall.

Nora Papenberg wird tot auf einer Kuhweide aufgefunden – offensichtlich von einer Felsklippe gestürzt, jedoch mit gefesselten Händen, also eindeutig Mord. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, stellen die Ermittler fest, dass auf ihren Füßen Koordinaten eintätowiert sind – ante mortem. Das makabere Spiel beginnt jedoch erst: Bea und Florin machen sich auf den Weg zu den genannten Angaben und finden dort eine Frischhaltebox, ganz nach der Art von Geocaching versteckt – eingepackt darin befindet sich eine wenig fachmännisch abgetrennte Hand, die eindeutig zu einem weiteren Opfer gehört. Dabei liegt ein Zettel in der Box, auf welchem in Nora Papenbergs Handschrift verschlüsselte Hinweise auf einen weiteren Standort gegeben werden.

Während Bea und Florin ermitteln und sich mit ihrem Vorgesetzten Hoffmann abquälen, wird die Ermittlerin ständig von der Sorge um ihre beiden Kinder geplagt. Als Polizeimitarbeiterin hat sie gerade während so außergewöhnlichen Fällen nur wenig Zeit für ein Familienleben, und zusätzlich dazu macht ihr Exmann Achim ihr das Leben zur Hölle, indem er rund um die Uhr und auch mitten in der Nacht einfach grundlos anruft und versucht, sie fertigzumachen. Aus diesem Grund bringt sie die Kinder für unbestimmte Zeit zu ihrer Mutter auf einen Gasthof, wo sie weit weg von all den makabren Sorgen der Stadt Zeit verbringen können.

Mehr und mehr Körperteile werden auf der Geocaching-Tour gefunden, und die Polizei beginnt damit, verschiedene Personen zu verhören. Zu allem Überfluss nimmt auch noch der Täter selbst Kontakt mit den Ermittlern auf – mit Bea, um genau zu sein, in der er eine Art Verbündete zu sehen scheint, weil auch sie in ihrer Studienzeit schreckliche Erfahrungen mit der Polizei gemacht hat.

Es kristallisiert sich im Laufe des Romans heraus, dass Bea und Florin mehr als nur Freundschaft miteinander zu verbinden scheint. Bea stellt fest, dass sie möglicherweise Gefühle für ihren Kollegen hegt, dieser ist jedoch in einer festen Beziehung. Dennoch kümmert er sich stets rührend um sie, besteht darauf, dass sie mit ihm essen geht, weil sie sich aufgrund des Stresses selbst vernachlässigt oder dass sie bei ihm im Gästezimmer schläft, um nicht alleine zu Hause sein zu müssen. Hegt er vielleicht doch mehr Absichten ihr gegenüber, als er zugeben möchte?

Immer mehr kommt Licht in die Verbindung, die alle Opfer miteinander zu haben scheinen. Aber wer ist der Täter? Was sind seine Motive? Und welche Rolle spielt Bea inmitten dieser verstrickten und ekelerregenden Angelegenheit?



**2)    ** **Stil**



Spannung wird im Buch hauptsächlich dadurch erzeugt, dass man als LeserIn unbedingt wissen will, welche Zusammenhänge zwischen den Opfern untereinander und zum Täter bestehen. Auch die wahre Rolle der Ermittlerin Bea ist bis zum Schluss nicht wirklich eindeutig. Zudem wartet man stets darauf, was sich letztlich aus der möglichen Liebesgeschichte zwischen ihr und Florin entwickelt.

Viele englische Begriffe aus dem Bereich des Geocaching werden erklärt, somit stellt der gesamte Roman eine Einführung in diese Outdoor-Aktivität dar. Insgesamt ist es jedoch leicht zu lesen und gut geschrieben.



**3)    ** **Kritik**



Die Idee, einen Serienmordfall am Prinzip des Geocaching aufzuhängen, ist definitiv neu und äußerst originell. Nebenbei wird jedoch ziemlich viel Schleichwerbung für die entsprechende Website gemacht und auch diejenigen, die sich nur wenig für diese Art der Freizeitbeschäftigung interessieren, werden gezwungen, sich mit diversen Erklärungen und Abkürzungen aus der Welt des Geocaching auseinanderzusetzen. Jedoch tut das der Spannung keinerlei Abrieb – es ist allerdings fraglich, wer nach einer solchen Lektüre noch den Mut dazu hat, aufwändig versteckte Frischhalteboxen in gut getarnten Höhlen zu öffnen.

Der Autorin gelingt es, die verschiedenen Leidenswege der Opfer sehr anschaulich nachzuzeichnen. Aufgrund der Schilderungen ist deutlich, dass sie sich über die einzelnen Fachgebiete umfangreich informiert haben muss. Zudem wird die Hintergrund- und Familiengeschichte der einzelnen Protagonisten ausführlich geschildert, was ein imposantes Gesamtwerk zur Folge hat.



**4)    ** **Empfehlung**



Das Buch ist insgesamt äußerst spannend und zeichnet sich durch zahlreiche ineinander verstrickte Handlungsstränge aus. Erst ganz am Schluss werden die Geheimnisse um den Täter und die Auswahl seiner Opfer gelöst und letzte Zusammenhänge aufgeklärt – man darf auf einen Aha-Effekt gefasst sein!

Rezension: Paul Collins - Der Mord des Jahrhunderts

Wer ist die Leiche ohne Kopf?

**1)    ** **Inhalt**



Als der kopflose Oberkörper eines Toten aus Manhattans East River gezogen wird, sieht alles ganz danach aus, als handle es sich um einen makabren Scherz von Medizinstudenten – nichts Ungewöhnliches im Amerika des 19. Jahrhunderts! Kurz darauf jedoch taucht der Unterkörper auf – ebenso fachmännisch verpackt, für Medizinstudenten jedoch zu laienhaft abgetrennt. Die beunruhigende Erkenntnis: Mord! Doch wie soll ohne Kopf geklärt werden, um wen es sich bei dem Opfer handelt?



In einer Zeit, als die großen amerikanischen Zeitungen gerade im vollen Entwicklungsaufschwung sind, bietet sich eine solche Geschichte mehr als an, um sich einen Namen zu machen und sich in der Geschichte zu verewigen. Es beginnt also ein Wettlauf unter der New York World, der New York Tribune und des New York Journals um die beste Berichterstattung über den Fall. Ganz nebenbei sind es dadurch gerade die Zeitungen, die die Ermittlungen vorantreiben – um der besten Berichte willen schicken sie selbst „Ermittler“ aus, die Nachforschungen anstellen und das eine oder andere Puzzleteil auflösen können.



Unterdessen versucht die Polizei einerseits, die Leiche zu identifizieren – dieses Unterfangen stellt sich als sehr schwierig heraus, da unterschiedlichste Menschen die Teile unterschiedlichsten Personen zuordnen. Auf der anderen Seite wird fieberhaft nach dem Kopf gesucht, der an einer Identifizierung letztlich keine Zweifel mehr lassen würde. Gleiches machen die Zeitungen und finden so heraus, dass es sich bei dem Opfer höchstwahrscheinlich um William Guldensuppe, einem Masseur handelt.



Schnell sind dessen Lebensumstände geklärt und zwei Verdächtige festgenommen: Mrs. Nack, seine Geliebte, und Martin Thorne, der derzeitige Geliebte von Mrs. Nack. Doch wieder verlaufen die Ermittlungen im Sand: Guldensuppe sei von verschiedenen Personen bis hin nach Europa lebend gesehen worden! Zudem streiten beide Festgenommene ab, dass es einen Mord gegeben hat. Lebt Guldensuppe also noch? Wer liegt dann zerteilt im Leichenschauhaus?



**2)    ** **Analyse**



Besonders faszinierend an dem Roman ist die Tatsache, dass es sich um eine reale Geschichte handelt – tatsächlich ist der „Fall Guldensuppe“ im New York des 19. Jahrhunderts wochen- und monatelang in den Zeitungen präsent gewesen und die Ermittlungen haben sich genauso abgespielt, wie sie in Paul Collins Roman dargestellt werden. Dabei ist das Werk nicht nur gut recherchiert, sondern grundlegend auf den Quellen – historischen Zeitungen – aufgebaut. Am Ende des Buches fügt Collins in über 50 Seiten akribisch an, woher er sämtliche seiner Informationen bezogen hat.



Gerade dieser Umstand ist es, der das Buch überaus lebensnah macht und es den LeserInnen ermöglicht, sich tatsächlich in die Begebenheiten der Zeit hineinzuversetzen. Die Zeit des wirtschaftlichen und technischen Aufschwungs wird besonders anschaulich geschildert, wenn am Ende des Werks festgestellt wird, dass sich die Stadt New York gerade in den letzten Jahren um vieles weiterentwickelt hat – während noch vor ein paar Jahren Pferdekutschen das Straßenbild prägten, sind es nun Automobile, die sich ihren Weg durch den Verkehr bahnen.



Spannend ist zudem die Schilderung der Entwicklung der großen Zeitungen. Durch Collins’ umfangreiche Einarbeitung in das Thema werden Einblicke in die Berichterstattung der Zeit und die Modernisierung der Druckeranlagen geboten, durch die man ein gutes Bild von der Medienwelt des 19. Jahrhunderts erhält und sozusagen live mitverfolgen kann, wie aus kleinen und unbedeutenden Zeitungen Institute mit gewaltiger Macht geworden sind.



**3)    ** **Kritik**



Spannung wird weniger dadurch aufgebaut, dass man wissen möchte, wer der Mörder ist – Mrs. Nack und Martin Thorne werden schon im ersten Drittel des Romans verhaftet. Interessant ist hingegen einerseits die Schilderung des sich verändernden Zeitungswesens, andererseits bis zuletzt die Frage, ob es sich bei dem Mordopfer überhaupt tatsächlich um William Guldensuppe handelt. Aufmerksamkeit bei LeserInnen wird also die ganze Zeit über durch den fehlenden Kopf der Leiche erreicht, was weniger eine sprachliche, als eine quellendarstellungsgemäße Leistung ist.



Das Cover ist außerordentlich ansehnlich gestaltet, allerdings sollte man erst nach der Lektüre des Buchs einen genaueren Blick darauf werfen – durch die Gestaltung mit originalen Zeitungsausschnitten der zeitgeschichtlichen Berichterstattung werden ansonsten einige Informationen über die weitere Handlung des Romans vorweggenommen.



**4)    ** **Empfehlung**



Ich kann auf jeden Fall empfehlen, das Buch zu lesen. Der Autor hat sich in bisher unerreichtem Maß bemüht, die historische Berichterstattung in einen Roman zu verpacken, der absolut lebensnah und detailgetreu aufgebaut ist. Zudem erfährt man nicht nur alles über den damals hochbrisanten „Fall Guldensuppe“, sondern erhält vor allem zeitgeschichtliche Einblicke in die Welt des 19. Jahrhunderts und der Entwicklung des Zeitungswesens.

Rezension: Thilo Falk - Dark Clouds

Erschreckend realitätsnah  Die Welt in naher Zukunft. Starkwetterereignisse treten überall in Deutschland überraschend auf und führen zu gro...